Brnojamin

Mein Jahr in Tschechien

 
31August
2017

Ahoj Brno, já budu pohřešovat tĕ

 "Wer die Vergangenheit liebt, der liebt eigentlich das Leben. Die Gegenwart bleibt flüchtig, selbst wenn ihre Fülle sie ewig erscheinen Läßt. Liebt man das Leben, so liebt man die Vergangenheit, denn die Eindrücke der Gegenwart bestehen in der Erinnerung fort" - Jean Paul

Vor einem Jahr bin ich nach Berlin gefahren und habe mich damit auf eine Reise begeben von der ich nicht wusste wohin sie geht. Was erwartet mich im kommenden Jahr? Werde ich schöne Erinnerrungen sammeln? Jetzt ist dieses Jahr vorbei. Ein Jahr Brno. Ein Jahr ASF. Ein Jahr als Freiwilliger. Und ein Jahr voller Erinnerungen, die ich leiben gelernt habe und an die ich noch lange zurück denken werde. 

In den ersten Monaten war ich sehr auf Weihnachten fixiert. Damals dachte ich, dass ich bis Weihnachten gut in meiner neuen Heimat angekommen bin und mich auch gut eingelebt habe. Dem war auch so und Weihnachten kam schneller als gedacht. Ich reiste viel in den ersten Monaten, war in Olomouc, Wien und Prag. Die ersten Besucher waren auch noch vor Weihnachten in Brno. Dann ging es für einige Tage zurück nach Hause und musste mich anfang Januar wieder ganz neu in Brno einleben.

Eine Woche zu Hause und Brno war für mich wieder sehr fremd in den ersten Tagen. Aber auch nur in den ersten Tagen. Die Rückkehr in meine neue Heimat viel mir oft leichter als gedacht. Ob nach Weihnachten oder auch nach unserer großen Reise im März. Obwohl ich immer beführchtete, dass dann das Heimweh nach München kommt, gefiel mir Tschechien immer besser.

In den Wochen nach Weihnachten war ich wieder viel unterwegs. Zwei Mal Seminar, dann mein Trip nach Köln und anschließend der Besuch meiner Eltern. Auch ihnen zeigte ich meine Stadt, auch sie waren, wie alle Besucher positiv überrascht von der Stadt in "Osteuropa". Nein, hier ist nicht alles grauwink

Mit ihnen fuh ich dann ein weiteres Mal nach Hause, weil unser größter Basketballtrip anstand. Gemeinsam mit Flo, Oli und meinem Papa ging es für eine Woche in das ferne Dallas. Dort erfüllten wir uns einen Traum und sahen Dirk Nowitzki dann auch in der NBA spielen. Dass dann auch sein 30K Spiel in unsere Reise fiel, ist wohl nicht mehr zu toppen.

Langsam wurde es in Brno auch wärmer und wir konnten die Stadt dann auch im Sommer genießen. Um draußen zu sein ist Brno super. In den Parks saßen wir oft bis tief in die Nacht hinein. Auch Südmähren wurde mit der ein oder anderen Wanderung erkundet. Mit dem Basketball lernte ich auch nahezu jede Woche neue Leute kennen. Leider beschränkte sich dies meistens auf die Halle oder den Freiplatz. Trotzdem war es immer schön mit neuen Personen zu Spielen und sich zu messen.

Zwischen meinem ersten Tag im Projekt und meiner Abschiedsfeier gestern liegt eine halbe Welt und doch ging alles sehr schnell. Am anfang war ich ohne Sprachkenntnisse und unsicher im Umgang mit den Klienten. Ich bekam sehr viel Unterstützung von den Kollegen und immer positive Rückmeldungen. Gestern verlief dann der ganze Abschied auf tschechisch und ich funktionierte. Und schwer viel er mir. Schwerer als gedacht, aber das ist ja auch ein gutes Zeichen. Ich habe mich dort auch sehr wohl gefühlt und den familiären Umgang mit den Kollegen und den Klienten immer genossen!

Morgen geht es jetzt wieder nach Hause. Damit schließt sich der Kreis. Vor einem Jahr ging die ungewisse Reise nach Berlin. Morgen geht sie nach München. Wie wird es wieder zu Hause zu sein? Bekomme ich Heimweh nach Brno? Bestimmt bekomme ich das. 

Auch wenn es sehr Klischeehaft klingen mag: ich verlasse Brno mit einem lachenden Auge, weil ich dann wieder bei meiner Familie und meinen Freunden bin, ich verlasse Brno aber auch mit einem weinenden Auge, weil ich eine Stadt verlasse, die für ein Jahr mehr als nur ein zu Hause war und in der ich mich wirklich auch zu Hause fühlte!

Poslední výhledem na město. 

Ahoj Brno, já budu pohřešovat tĕ.

 

24August
2017

Věstonice a Řehlovice

Zwei Wochen, zwei tschechische Dörfer, zwei Mal ein bisschen Urlaubsfeeling und 325km Entfernung. Zuerst bin ich mit meiner Arbeit nach Dolní Věstonice gefahren. Dort hat meine Arbeit ein kleines Haus, dass als Ferienhaus genutzt wird. Abfahrt war in Brno um 9 Uhr in der Früh, eine harte Zeitlaughing. Bis dann aber alle Rucksäcke auf beste Tetrisart im Auto untergebracht waren, war es halb 11. Aber ist ja Urlaub, die Zeit spielt keine Rolle. Angekommen erkundete ich erstmal das Haus. Es war wirklich sehr rustikal. Eine bröcklige Hausvassade, ein Schlafzimmer mit Matrazen, die wohl noch aus der kommunistischen Zeit stammen, dafür aber ein sehr schöner und großer Garten mit Feuerstelle, die in den kommenden drei Tagen auch ausgiebig genutzt wurde.

Am Montag sind wir dann nur noch zum Mittagessen gegangen und auf einen netten Spaziergang durch die Umgebung. Věstonice liegt zwischen dem "südmährischem Meer" und den "Pollauer Bergen". Während dem Spaziergang merkte ich, dass die Tage auf tschechisch wirklich eine Herausforderung sein werden. Meine Kollegen sprachen viel und haben viele Witze gemacht, von denen ich leider fast nichts verstand. Am Abend wurde dann das erste Mal gegrillt. Würstl für die Fleischesser und Hermelinkäse für die Vegetarier. An den Abenden war es das selbe: viel tschechisch.

Am Dienstag sind wir dann an ein "Lom" gefahren. Ein Lom ist ein See, der in einem Steinbruch entsanden ist. Ein paar Klienten waren begeisterter vom Schwimmen, andere weniger. Nach drei Stunden im Wasser und in der Sonne mit unseren Bewohnern sind wir wieder zurück in das Haus gefahren und es gab Essen. Nach dem Essen musste ich dann erstmal raus. Ich hatte ein starkes Bedürfnis deutsch zu hörenlaughing. Also bin ich mit meinen Kopfhörern und deutscher Musik los. Ohne wirkliches Ziel vor Augen bin ich einen Hügel in der Umgebung hinaufgelaufen und hatte einen super Ausblick über den großen See.

Bevor es Donnerstag wieder zurück nach Brno ging, hatten wir noch einen entspannten Tag am Mittwoch. Am Vormittag sind wir fast die selbe Strecke gegangen, die ich am Vortag alleine gelaufen bin. Nachmittags sind wir dann an den großen See gegangen. Dort hat die Charitas auch ein Boot. Mit diesem Boot sind wir dann alle gemeinsam raus auf den See gefahren. Für mich war dieser Bootsausflug das Highlight der Tage. 

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder zurück und ich musste noch Arbeiten. Nach der Arbeit bin ich dann aber ganz schön platt gewesen. Trotz dem vielen tschechisch war es für mich sehr schöner Abschluss nochmal so intensiv mit allen Klienten und Kollegen an einem Ort zu sein.

Nach einem schönen letzten gemeinsamen Wochenende mit Hanna und Georg, die nochmal hier zu besuch waren, stand am Montag gleich der nächste "Kurzurlaub" an. Von Montag bis Mittwoch hatten wir unser Abschlussseminar mit ASF in Řehlovice. Das hieß für uns einmal mehr durch das ganze Land zu fahren. Morgens nach Prag, da umsteigen, dann weiter nach Ústi und von da dann nach Řehlovice. 

In Ústi trafen wir nicht nur auf Stana, unsere Landerbeauftragte, sondern auch auf Maeckes. Auf wen? Maeckes ist ein deutscher Rappen, den ich seit diesem Jahr verfolge und immer öfters auf seine Musik treffe. Nach kurzen plausch mit ihm und einem Foto musste ich auch erstmal meinen Mitreisenden erklären wer das jetzt gerade warlaughing. Bekannt ist er leider nicht, seine Musik kann ich trotzdem empfehlen.

Nach diesem Highlight sind wir mit dem Bummelzug die letzten Kilometer gefahren und sind am Kulturhof auf die anderen Freiwilligen gestoßen. Das Seminar wurde mit einem Fußballspiel Böhmen gegen Mähren eröffnet. Leider gewann Böhmen knappfrown. Nach Akroyoga gab es Abendessen und wir saßen bis in die Nacht am Lagerfeuer. Der Mittwoch war auch ohne großes Programm. In erster Linie ging es darum nochmal die Zeit gemeinsam zu nutzen und zu genießen.

Einige bastelten Armbänder, Taschen oder T-shirts, da diese kreative Arbeit nicht so ganz meins war, spielten Phillip und ich die schlechteste Schachpartie der Welt oder saßen nur zusammen und redeten viel über Gott und die Welt. Am Abend wurde dann nochmal gemeinsam gekocht und wir schauten einen Film, den Fiedi über unser gemeinsames Jahr gemacht hat.

Am Mittwoch stand dann nach einem gemeinsamen Frühstück der Abschied an. Da wir wieder quer durch das Land zurück mussten, verliesen wir den Hof schon um 11 Uhr, während die Anderen noch etwas länger blieben. Der Abschied viel aber nicht so schwer wie erwartet, weil man sich in zwei Monaten beim Rückkehrerseminar wieder sehen wirdsmile.

Nach einem intensiven Jahr, dass man gemeinsam verbracht hat, haben sich einige Freundschaften gebildet, die hoffentlich auch über die Grenzen von Tschechien reichen, aber das wird die Zeit zeigen.

10August
2017

Abschiede, Fotos und Musik

Es geht auf die Zielgerade. Heute in drei Wochen werde ich mit meinen Mitbewohnerinnen aus unserer WG ausziehen. In den letzten Wochen standen dann leider schon die ersten Abschiede an. Gerade der erste Abschied war einer der schwersten. Ende Juli sind Hanna und Georg zurück nach Deutschland gefahren. In den letzten gemeinsamen Wochen haben wir fast an jedem Tag etwas gemeinsam gemacht und auf einmal waren sie weg. 

Ihren letzten Tag verbrachten wir auch noch gemeinsam. Bevor es an die letzten Arbeiten bei ihnen in der Wohnung ging, sind wir in das Kuchen Café gegangen. Nach Kuchen, Limo und der letzten Arschlochrunde sind wir in ihre Wohnung um noch zu helfen. Da ihr Auszug auch auf einen Sonntag fiel, war klar wie der Tag enden wird: beim Inderlaughing. Da es Zeitlich etwas knapp wurde sind Katja und ich vorgegangen, bestellten für alle und dekorierten den Tisch mit unseren Abschiedsplakaten und Abschiedsgeschenken. 

In den Tagen davor malten Katja und ich die zwei Plakate. Für Hanna gab es eine kleine Box für ihrer Würfel und für Georg eine Büchlein voll von Zitaten. Immer wenn wir uns getroffen haben, habe ich für Georg ein Zitat aus Philosophie, Film und Politik rausgesucht. Zum Abschied gab es dann eine Sammlung dieser Zitate. 

Einen Tag nach dem Abschied von Hanna und Georg ist eine Fotografin von ASF in unsere Projekte gekommen. Da ASF nächstes Jahr 60 Jähriges Jubiläum hat, gibt es eine Fotodokumentation von den Freiwilligen in den verschiedenen Ländern. Katja hatte die Ehre, die erste Freiwillige zu sein. Am Nachmittag war dann ich dran. Es ging darum die Freiwilligen in deren Projekten und in deren Alltag zu fotografieren. Da dies alles sehr spontan war, musste ich erstmal meine Klienten fragen ob wir das machen können. Sie waren einverstanden. Also sind wir gemeinsam nach draußen und Helena hat viele Fotos von uns gemacht. Zum Teil sollten wir fünf Mal den selben Weg auf und ab gehenlaughing. Das wichtigste war aber, dass mein Klient spaß an der Arbeit hatte.

Zum Abschluss sind Katja und ich noch gemeinsam durch die Stadt und wurden abgelichtet. Leider habe ich die Bilder noch nicht und kann sie euch nicht zeigen. Das wird aber nachgeholt, sobald ich die Fotos habe.

Am vergangenen Wochenende traf ich zufällig eine Arbeitskollegin von mir und wir sind Café trinken gegangen. Dabei kam uns die Idee, das nächste Mal in der Arbeit gemeinsam Musik zu machen. Sie mit dem Klavier, das wir auf der Arbeit haben und ich mit meiner Gitarre.

Also habe ich meine Gitarre mitgenommen und schnell saßen wir zusammen mit den Klienten und haben Musik gemacht. Zuerst habe ich etwas alleine gespielt, wurde dann aber von ihr mit dem Klavier unterstützt. Da sie viel besser Klavier spielt als ich meine Gitarre beherrsche, hat sie gesagt was wir spielen. Wir haben uns auf einige Akkorde und einen Rhythmus geeinigt, die ich auf der Gitarre spielte und sie füllte es dann mit einer Melodie aus. Nach kurzer Zeit haben wir uns eingegroovt und haben gut harmoniert. Zuerst beschränkten wir uns nur auf zwei Akkorde, nahmen dann aber schnell mehrere dazu bis wir am Ende eine sehr schöne und einfache Melodie hatten. Diese wurde dann mal im 4/4tel Takt mal im 3/4tel Takt gespielt.

Das erste Mal, dass ich auf der Gitarre einen 3/4tel Takt spielen konnte. Wir beide hatten sehr viel Spaß, leider können wir das nicht mehr wiederholen, weil gestern unsere letzte Schicht gemeinsam war. Um diese schön abzuschließen Kochten wir ausgiebig. Sie machte Kartoffeln mit Dillsoße und als "Aftertablewink" machte ich Kaiserschmarn. Am Ende rollten die Klienten ins Bett und ich nach Hauselaughing.

In der kommenden Woche fahre ich noch mit der Arbeit in den Urlaub für einige Tage und dann haben wir noch unser Abschlussseminar. Wenn ich dann wieder in Brno bin, habe ich nicht mal mehr eine Woche.... Jetzt geht alles sehr schnell

19Juli
2017

Zu Besuch bei Ben :)

Hola aus Brno! 

Auch ich darf dem tollen Ritual nachgehen, als Gast bei Ben einen Blogeintrag über meine Zeit hier zu schreiben. 

Als ich Sonntagabend mit dem Zug angekommen bin, hat Ben schon am Bahnhof auf mich gewartet. Die Wiedersehensfreude war groß, nachdem wir uns seit März nicht mehr gesehen hatten smile.  Mit Sach und Pack ging es gleich weiter zum Inder, auf den ich mich schon die ganze Fahrt gefreut habe. Dort haben wir viel gequatscht und ich habe Hanna & Georg und abschließend ein tschechisches Würfelspiel kennengelernt, bei dem ich jedoch nicht so überzeugen konnte tongue-out

In der WG angekommen, habe ich erstmal seine beiden Mitbewohnerinnen kennengelernt und danach ging's dann auch schon bald ins Bett, nachdem mir schon beim Inder fast die Augen zugefallen sind.

Am Montag gab's dann erstmal 'ne Tour durch die Stadt: hoch zum Spielberk, zum Petrov und natürlich zum "Penis Pferd".

Anschließend gab's noch leckere Erdbeeren und eine Pause bevor es dann los zur Ultimate Challenge ging. Das hat richtig Spaß gemacht - ein toller Tag laughing

 

Dienstagmorgen ging es dann ca. 1,5 Stunden mit dem Bus nach Bratislava. Nachdem wir noch ziemlich fertig vom Vortag waren, sind wir im Bus erstmal noch eingepennt.
Dort angekommen, sind wir anfangs noch ein wenig umhergeirrt, nachdem wir uns dann aber eine Karte organisiert hatten, sind wir zielstrebig zu einer kleinen Burg gelaufen.

Auf dem Weg dorthin sind wir durch die kleine Innenstadt geschlendert, die wir beide sehr 'schnieke' fanden smile.  

Nach einer Pause und einem leckeren Snack in einem schnuckeligen Café ging es noch zu einer blauen Kirche und runter an die Donau, an der wir uns noch einen Milkshake und eine Nutella-Waffel gegönnt haben. Danach ging's wieder zurück nach Brno, wo wir uns ne Pizza to go bestellt haben. Ben sagte, das sei die erste Pizza, die er hier in Brno essen würde, was mich doch sehr verwundert hatte surprised.

 

Heute sind wir dann noch am 'Pinken Panzer' vorbei und in dem netten Café "Podnebi" frühstücken gegangen und haben den Tag entspannt angehen lassen. Danach hat Ben mir noch gezeigt, wo er arbeitet und sind anschließend ins Freibad gegangen und haben das tolle Wetter genossen innocent.

Jetzt schauen wir mal, wo es uns noch zum Abendessen hintreibt, bevor es morgen früh für mich wieder nach München geht.

Die Zeit hier hat richtig Spaß gemacht und Hut ab vor dieser Sprache, von der ich nach vier Tagen immer noch genau so wenig weiß und verstehe wie vorher!

 

Liebe Grüße smile

Annabelle aus München

 

19Juli
2017

Ultimate Challenge

Am Montag war es so weit, unsere Ultimate Challenge fand statt. Was fand statt? Ja, das ist eine sehr gute Fragelaughing. Vor ein paar Wochen hatten Katja und ich die Idee an unserem letzten Wochenende ein Ralley durch die Stadt zu machen, um nochmal an alle Orte zu kommen. Dann hatten wir die Idee, diese Ralley gemeinsam mit Hanna&Georg zu machen. Die haben dann Vorgeschlagen eine Ultimate Challenge daraus zu veranstalten.

Also wurde überlegt welche Wettbewerbe wir in die Challange nehmen. Jeder sollte sich drei Ideen ausdenken, die dann gemeinsam vorgestellt wurden. Nachdem jeder drei Vorschläge vorgestellt hatte, wurde abgestimmt und von jedem wurde eine Disziplin rausgewählt. Also hatten wir acht Finale Disziplinen:

Liedtanzen (bekannt vom Familienwochenende), Biathlon, Wasser auf einem Esslöffel transportieren, Die Zahl Pi auswendig lernen, Blinde-Kuh, Pornopantomime, Purzelbaum-Marathon und eine Stockschlacht.

Montag Nachmittag sind wir dann in den Park um eine Disziplin nach der anderen abzuhalten. Los ging es mit Biathlon. Drei Runden laufen und drei Mal werfen. Als Ziele hielten Mülleimer her und die Kugeln waren kleine Stöcke. Nach jeder Runde hatte jeder fünf Würfe. Nach dem Werfen mussten wir dann in die Strafrunden, falls wir nicht trafen. Georg gewann mit zwei Sekunden vor mir, gefolgt von den drei Damen.

Als zweites war der Wassertransport an der Reihe. Ein Eimer wurde mit Wasser gefüllt, die Anderen wurden an die Teilnehmer verteilt. Dazu bekam jeder einen Löffel, mit dem wir in 5 Minuten so viel Wasser wie möglich von einem Eimer in den Anderen transportieren mussten. Das Spiel lief sehr fair ab. Keiner schüttete sein Wasser "ausversehen" über die anderen. Nach fünf Minuten wurde dann gemessen, wer wie viel Wasser in seinem Eimer hatte. Am Ende gewann Annabelle vor Georg, Hanna, Katja und mir.

Disziplin Nummer 3 war die Stockschlacht. Nein, wir bewarfen uns nicht mit Stöcken und wer als erstes weint hat verlorenlaughing. Sonden wieder hatte jeder einen Eimer und in der Mitte waren ganz viele Stöcke. Mit dem Stock durften wir nur fünf Schritte gehen und mussten den Stock dann in einen Eimer der anderen werfen. Da sich eine Allianz gegen mich bildete verlor ich auch diesen Wettbewerb. Hanna und ich hatten nach Ablauf der Zeit am Meisten Stöcke in unseren Eimern. 

Der vorletzte Wettbewerb draußen war "Blinde Kuh". Die Regeln waren einfach. Wir sollten so schnell es geht von einem Baum zu einem anderen laufen. An sich sehr simpel. Die Tatsache, dass wir allerdings nichts sahen machte das ganze schon schwierigerlaughing. Georg und ich machten den Anfang. Wir stellten uns an den Baum und fixierten den anderen, der knapp 130 Meter entfernt war. Dann wurden uns die Augen verbunden und wir sind los. Schnell verirrten wir uns komplett im Park und wurden die Attraktion auf der großen Wiese. Auch ein neues Ausrichten half uns beiden sehr wenig. Erst nach mehr als 3 Minuten fanden wir den richtigen Baum. Katja und Hanna zeigten uns wie das dann richtig geht und fanden den Baum ohne Probleme nach nicht mal 2 Minuten. 

Zum krönenden Abschluss der draußen Disziplinen stand noch der Purzelbaum-Marathon auf dem Programm. Vor dieser Disziplin hatten alle etwas Respekt. Was passiert wenn man sich 5 Minuten lang nur mit Purzelbäumen bewegen darf? Das galt es herauszufindenlaughing. Abermals machten Georg und ich den Anfang. Nach zwei Purzelbäumen war mir schon schwindelig und ich musste erstmal laut lachen. Georg nutzte diese Schwäche und zog davon. Nach 5 Minuten hatte Georg etwas mehr als sechs Bahnen gepurzelt. Ich hatte vier Bahnen und ein bisschen. Eine Bahn war etwa 20 Meter lang. Nun waren die Damen dran. Und besonders Katja wollte unbedingt gewinnen und hatte eine Technik, die allen klar machte, sie ist hier nicht zu schlagen. Nach 4 Minuten hatte sie Georgs sechs Bahnen überholt und hörte auf, Annabelle zog an mir vorbei und Hanna musste sich der schmerzenden Schulter geschlagen geben.

Nach den fünf Wettkämpfen gab es eine Essenspause, bevor es in unsere WG ging und dort die letzten 3 Disziplinen anstanden. Liedtanzen, Pornopantomime und zum Abschluss die Zahl Pi.

Da Liedtanzen meine Disziplin war, hatte ich die Ehre und durfte beginnen. Im Vorraus durfte jeder von uns ein Lied aus dem Topf ziehen, welches dann dargestellt werden sollte. Ich hatte "Shape of you" und wurde sogar von fast allen erraten. Auch beim Erraten der anderen Lieder war ich ganz gut, sodass ich mir mit Katja den ersten Platz teilte. 

Dann ging es zur Pornopantomime. Jeder hatte 4 Minuten Zeit so viele Pornotitel wie möglich darzustellen. Wird der Titel erraten gibt es einen Punkt. Dort war ich dann wieder weniger erfolgreich, aber witzig war es für alle.

Dann war es soweit. Das große Finale stand an.

Wir hatten 10 Minuten Zeit die Zahl Pi so weit wie möglich auswenig zu lernen. Bei 17 Stellen dachte ich, dass meine Chancen nicht so schlecht stehen. Allerings hatte Hanna weit über 25 Stellen und gewann. Auch Georg hatte an die 30 Stellen, hatte aber nach der fünften Stelle einen Fehler und somit nur 5 Punkte.

Damit waren alle Disziplinen überstanden und es kam zur Endabrechnung. Annabelle wurde letzte, hat sich aber auch spontan dazu entschieden bei allen Disziplinen mitzumachen und hatte nur einen Punkt weniger als ich. Dritter wurde Georg und somit wurden wir nach dem Pokern auch hier von den Damen besiegt. Hanna wurde zweite und Katja gewann mit fünf Punkten Vorsprung.

Aber der Tag hat allen so viel Spaß gemacht, dass das Endergebnis nur Zweitrangig warlaughing

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