Brnojamin

Mein Jahr in Tschechien

 
10August
2017

Abschiede, Fotos und Musik

Es geht auf die Zielgerade. Heute in drei Wochen werde ich mit meinen Mitbewohnerinnen aus unserer WG ausziehen. In den letzten Wochen standen dann leider schon die ersten Abschiede an. Gerade der erste Abschied war einer der schwersten. Ende Juli sind Hanna und Georg zurück nach Deutschland gefahren. In den letzten gemeinsamen Wochen haben wir fast an jedem Tag etwas gemeinsam gemacht und auf einmal waren sie weg. 

Ihren letzten Tag verbrachten wir auch noch gemeinsam. Bevor es an die letzten Arbeiten bei ihnen in der Wohnung ging, sind wir in das Kuchen Café gegangen. Nach Kuchen, Limo und der letzten Arschlochrunde sind wir in ihre Wohnung um noch zu helfen. Da ihr Auszug auch auf einen Sonntag fiel, war klar wie der Tag enden wird: beim Inderlaughing. Da es Zeitlich etwas knapp wurde sind Katja und ich vorgegangen, bestellten für alle und dekorierten den Tisch mit unseren Abschiedsplakaten und Abschiedsgeschenken. 

In den Tagen davor malten Katja und ich die zwei Plakate. Für Hanna gab es eine kleine Box für ihrer Würfel und für Georg eine Büchlein voll von Zitaten. Immer wenn wir uns getroffen haben, habe ich für Georg ein Zitat aus Philosophie, Film und Politik rausgesucht. Zum Abschied gab es dann eine Sammlung dieser Zitate. 

Einen Tag nach dem Abschied von Hanna und Georg ist eine Fotografin von ASF in unsere Projekte gekommen. Da ASF nächstes Jahr 60 Jähriges Jubiläum hat, gibt es eine Fotodokumentation von den Freiwilligen in den verschiedenen Ländern. Katja hatte die Ehre, die erste Freiwillige zu sein. Am Nachmittag war dann ich dran. Es ging darum die Freiwilligen in deren Projekten und in deren Alltag zu fotografieren. Da dies alles sehr spontan war, musste ich erstmal meine Klienten fragen ob wir das machen können. Sie waren einverstanden. Also sind wir gemeinsam nach draußen und Helena hat viele Fotos von uns gemacht. Zum Teil sollten wir fünf Mal den selben Weg auf und ab gehenlaughing. Das wichtigste war aber, dass mein Klient spaß an der Arbeit hatte.

Zum Abschluss sind Katja und ich noch gemeinsam durch die Stadt und wurden abgelichtet. Leider habe ich die Bilder noch nicht und kann sie euch nicht zeigen. Das wird aber nachgeholt, sobald ich die Fotos habe.

Am vergangenen Wochenende traf ich zufällig eine Arbeitskollegin von mir und wir sind Café trinken gegangen. Dabei kam uns die Idee, das nächste Mal in der Arbeit gemeinsam Musik zu machen. Sie mit dem Klavier, das wir auf der Arbeit haben und ich mit meiner Gitarre.

Also habe ich meine Gitarre mitgenommen und schnell saßen wir zusammen mit den Klienten und haben Musik gemacht. Zuerst habe ich etwas alleine gespielt, wurde dann aber von ihr mit dem Klavier unterstützt. Da sie viel besser Klavier spielt als ich meine Gitarre beherrsche, hat sie gesagt was wir spielen. Wir haben uns auf einige Akkorde und einen Rhythmus geeinigt, die ich auf der Gitarre spielte und sie füllte es dann mit einer Melodie aus. Nach kurzer Zeit haben wir uns eingegroovt und haben gut harmoniert. Zuerst beschränkten wir uns nur auf zwei Akkorde, nahmen dann aber schnell mehrere dazu bis wir am Ende eine sehr schöne und einfache Melodie hatten. Diese wurde dann mal im 4/4tel Takt mal im 3/4tel Takt gespielt.

Das erste Mal, dass ich auf der Gitarre einen 3/4tel Takt spielen konnte. Wir beide hatten sehr viel Spaß, leider können wir das nicht mehr wiederholen, weil gestern unsere letzte Schicht gemeinsam war. Um diese schön abzuschließen Kochten wir ausgiebig. Sie machte Kartoffeln mit Dillsoße und als "Aftertablewink" machte ich Kaiserschmarn. Am Ende rollten die Klienten ins Bett und ich nach Hauselaughing.

In der kommenden Woche fahre ich noch mit der Arbeit in den Urlaub für einige Tage und dann haben wir noch unser Abschlussseminar. Wenn ich dann wieder in Brno bin, habe ich nicht mal mehr eine Woche.... Jetzt geht alles sehr schnell

19Juli
2017

Zu Besuch bei Ben :)

Hola aus Brno! 

Auch ich darf dem tollen Ritual nachgehen, als Gast bei Ben einen Blogeintrag über meine Zeit hier zu schreiben. 

Als ich Sonntagabend mit dem Zug angekommen bin, hat Ben schon am Bahnhof auf mich gewartet. Die Wiedersehensfreude war groß, nachdem wir uns seit März nicht mehr gesehen hatten smile.  Mit Sach und Pack ging es gleich weiter zum Inder, auf den ich mich schon die ganze Fahrt gefreut habe. Dort haben wir viel gequatscht und ich habe Hanna & Georg und abschließend ein tschechisches Würfelspiel kennengelernt, bei dem ich jedoch nicht so überzeugen konnte tongue-out

In der WG angekommen, habe ich erstmal seine beiden Mitbewohnerinnen kennengelernt und danach ging's dann auch schon bald ins Bett, nachdem mir schon beim Inder fast die Augen zugefallen sind.

Am Montag gab's dann erstmal 'ne Tour durch die Stadt: hoch zum Spielberk, zum Petrov und natürlich zum "Penis Pferd".

Anschließend gab's noch leckere Erdbeeren und eine Pause bevor es dann los zur Ultimate Challenge ging. Das hat richtig Spaß gemacht - ein toller Tag laughing

 

Dienstagmorgen ging es dann ca. 1,5 Stunden mit dem Bus nach Bratislava. Nachdem wir noch ziemlich fertig vom Vortag waren, sind wir im Bus erstmal noch eingepennt.
Dort angekommen, sind wir anfangs noch ein wenig umhergeirrt, nachdem wir uns dann aber eine Karte organisiert hatten, sind wir zielstrebig zu einer kleinen Burg gelaufen.

Auf dem Weg dorthin sind wir durch die kleine Innenstadt geschlendert, die wir beide sehr 'schnieke' fanden smile.  

Nach einer Pause und einem leckeren Snack in einem schnuckeligen Café ging es noch zu einer blauen Kirche und runter an die Donau, an der wir uns noch einen Milkshake und eine Nutella-Waffel gegönnt haben. Danach ging's wieder zurück nach Brno, wo wir uns ne Pizza to go bestellt haben. Ben sagte, das sei die erste Pizza, die er hier in Brno essen würde, was mich doch sehr verwundert hatte surprised.

 

Heute sind wir dann noch am 'Pinken Panzer' vorbei und in dem netten Café "Podnebi" frühstücken gegangen und haben den Tag entspannt angehen lassen. Danach hat Ben mir noch gezeigt, wo er arbeitet und sind anschließend ins Freibad gegangen und haben das tolle Wetter genossen innocent.

Jetzt schauen wir mal, wo es uns noch zum Abendessen hintreibt, bevor es morgen früh für mich wieder nach München geht.

Die Zeit hier hat richtig Spaß gemacht und Hut ab vor dieser Sprache, von der ich nach vier Tagen immer noch genau so wenig weiß und verstehe wie vorher!

 

Liebe Grüße smile

Annabelle aus München

 

19Juli
2017

Ultimate Challenge

Am Montag war es so weit, unsere Ultimate Challenge fand statt. Was fand statt? Ja, das ist eine sehr gute Fragelaughing. Vor ein paar Wochen hatten Katja und ich die Idee an unserem letzten Wochenende ein Ralley durch die Stadt zu machen, um nochmal an alle Orte zu kommen. Dann hatten wir die Idee, diese Ralley gemeinsam mit Hanna&Georg zu machen. Die haben dann Vorgeschlagen eine Ultimate Challenge daraus zu veranstalten.

Also wurde überlegt welche Wettbewerbe wir in die Challange nehmen. Jeder sollte sich drei Ideen ausdenken, die dann gemeinsam vorgestellt wurden. Nachdem jeder drei Vorschläge vorgestellt hatte, wurde abgestimmt und von jedem wurde eine Disziplin rausgewählt. Also hatten wir acht Finale Disziplinen:

Liedtanzen (bekannt vom Familienwochenende), Biathlon, Wasser auf einem Esslöffel transportieren, Die Zahl Pi auswendig lernen, Blinde-Kuh, Pornopantomime, Purzelbaum-Marathon und eine Stockschlacht.

Montag Nachmittag sind wir dann in den Park um eine Disziplin nach der anderen abzuhalten. Los ging es mit Biathlon. Drei Runden laufen und drei Mal werfen. Als Ziele hielten Mülleimer her und die Kugeln waren kleine Stöcke. Nach jeder Runde hatte jeder fünf Würfe. Nach dem Werfen mussten wir dann in die Strafrunden, falls wir nicht trafen. Georg gewann mit zwei Sekunden vor mir, gefolgt von den drei Damen.

Als zweites war der Wassertransport an der Reihe. Ein Eimer wurde mit Wasser gefüllt, die Anderen wurden an die Teilnehmer verteilt. Dazu bekam jeder einen Löffel, mit dem wir in 5 Minuten so viel Wasser wie möglich von einem Eimer in den Anderen transportieren mussten. Das Spiel lief sehr fair ab. Keiner schüttete sein Wasser "ausversehen" über die anderen. Nach fünf Minuten wurde dann gemessen, wer wie viel Wasser in seinem Eimer hatte. Am Ende gewann Annabelle vor Georg, Hanna, Katja und mir.

Disziplin Nummer 3 war die Stockschlacht. Nein, wir bewarfen uns nicht mit Stöcken und wer als erstes weint hat verlorenlaughing. Sonden wieder hatte jeder einen Eimer und in der Mitte waren ganz viele Stöcke. Mit dem Stock durften wir nur fünf Schritte gehen und mussten den Stock dann in einen Eimer der anderen werfen. Da sich eine Allianz gegen mich bildete verlor ich auch diesen Wettbewerb. Hanna und ich hatten nach Ablauf der Zeit am Meisten Stöcke in unseren Eimern. 

Der vorletzte Wettbewerb draußen war "Blinde Kuh". Die Regeln waren einfach. Wir sollten so schnell es geht von einem Baum zu einem anderen laufen. An sich sehr simpel. Die Tatsache, dass wir allerdings nichts sahen machte das ganze schon schwierigerlaughing. Georg und ich machten den Anfang. Wir stellten uns an den Baum und fixierten den anderen, der knapp 130 Meter entfernt war. Dann wurden uns die Augen verbunden und wir sind los. Schnell verirrten wir uns komplett im Park und wurden die Attraktion auf der großen Wiese. Auch ein neues Ausrichten half uns beiden sehr wenig. Erst nach mehr als 3 Minuten fanden wir den richtigen Baum. Katja und Hanna zeigten uns wie das dann richtig geht und fanden den Baum ohne Probleme nach nicht mal 2 Minuten. 

Zum krönenden Abschluss der draußen Disziplinen stand noch der Purzelbaum-Marathon auf dem Programm. Vor dieser Disziplin hatten alle etwas Respekt. Was passiert wenn man sich 5 Minuten lang nur mit Purzelbäumen bewegen darf? Das galt es herauszufindenlaughing. Abermals machten Georg und ich den Anfang. Nach zwei Purzelbäumen war mir schon schwindelig und ich musste erstmal laut lachen. Georg nutzte diese Schwäche und zog davon. Nach 5 Minuten hatte Georg etwas mehr als sechs Bahnen gepurzelt. Ich hatte vier Bahnen und ein bisschen. Eine Bahn war etwa 20 Meter lang. Nun waren die Damen dran. Und besonders Katja wollte unbedingt gewinnen und hatte eine Technik, die allen klar machte, sie ist hier nicht zu schlagen. Nach 4 Minuten hatte sie Georgs sechs Bahnen überholt und hörte auf, Annabelle zog an mir vorbei und Hanna musste sich der schmerzenden Schulter geschlagen geben.

Nach den fünf Wettkämpfen gab es eine Essenspause, bevor es in unsere WG ging und dort die letzten 3 Disziplinen anstanden. Liedtanzen, Pornopantomime und zum Abschluss die Zahl Pi.

Da Liedtanzen meine Disziplin war, hatte ich die Ehre und durfte beginnen. Im Vorraus durfte jeder von uns ein Lied aus dem Topf ziehen, welches dann dargestellt werden sollte. Ich hatte "Shape of you" und wurde sogar von fast allen erraten. Auch beim Erraten der anderen Lieder war ich ganz gut, sodass ich mir mit Katja den ersten Platz teilte. 

Dann ging es zur Pornopantomime. Jeder hatte 4 Minuten Zeit so viele Pornotitel wie möglich darzustellen. Wird der Titel erraten gibt es einen Punkt. Dort war ich dann wieder weniger erfolgreich, aber witzig war es für alle.

Dann war es soweit. Das große Finale stand an.

Wir hatten 10 Minuten Zeit die Zahl Pi so weit wie möglich auswenig zu lernen. Bei 17 Stellen dachte ich, dass meine Chancen nicht so schlecht stehen. Allerings hatte Hanna weit über 25 Stellen und gewann. Auch Georg hatte an die 30 Stellen, hatte aber nach der fünften Stelle einen Fehler und somit nur 5 Punkte.

Damit waren alle Disziplinen überstanden und es kam zur Endabrechnung. Annabelle wurde letzte, hat sich aber auch spontan dazu entschieden bei allen Disziplinen mitzumachen und hatte nur einen Punkt weniger als ich. Dritter wurde Georg und somit wurden wir nach dem Pokern auch hier von den Damen besiegt. Hanna wurde zweite und Katja gewann mit fünf Punkten Vorsprung.

Aber der Tag hat allen so viel Spaß gemacht, dass das Endergebnis nur Zweitrangig warlaughing

03Juli
2017

Das Ende wird sichtbar

Zwei Wochen sind wieder vergangen seit meinem letzten Eintrag und es sind nur noch 8 Wochen hier in Tschechien. Die ganze vergangene Woche waren wir in Herlíkovice auf Seminar. Bevor es aber am vergangenen Montag mal wieder auf eine lange Reise durch Tschechien ging, war noch ordentlich Aktion am Wochenende.

Am Samstag war nämlich die "Megaskluzavka - Slide Czech" in Brno. Das war eine 300 Meter lange Rutsche durch Brno. Nach Maries Ankunft am Samstag in der Früh, zogen wir drei los. Schnell merkten wir, dass diese Rutsche potential zu sehr viel Spaß hat. Noch schnell Schwimmreifen geholt und dann ging es auch schon los. Einige male sind wir den Kravi Hora hoch gelaufen und mit der Rutsche wieder runter gerutscht. Nach 5 Stunden in der Sonne, viel Spaß und Katja um zwei blaue Flecken von mir reicher, durch einen nicht vermeintlichen Zusammstoß auf der Rutschelaughing, sind wir wieder zurück nach Hause und zum zweiten Highlight an diesem Tag.

Am Abend stand nämlich noch unser geplanter Pokerabend mit Hanna und Georg an. Damit wir genug Pokerchips hatten, habe ich noch extra zwei Stunden Chips gebastelt. Nach einer Proberunde für die Pokerneulinge und einem weiteren gescheiterten Versuch selber Pizza zu machen ging es auch los. Da wir zu fünft waren und nur Georg und ich über Pokererfahrung verfügten, wurde jedes taktische Spiel von den Anfängern am Tisch zu nichte gemachtlaughing. Nachdem es zu erst Marie und danach Georg erwischt hatte, legten wir vor der heißen Phase eine kleine Pause ein. Der Grund dafür war sehr sehr gut: wir machten Schokofonduelaughing. Nach dieser Stärkung wurde weiter gespielt. Leider war zu diesem Zeitpunkt der Sieger fast schon klar. Da Hanna ein ums andere Mal mit Glück gesegnet war und häufig mit der letzten Karte gewann, hatte sie einen ordentlichen Vorsprung vor Katja und mir. Gegen Mitternacht hatte Hanna gewonnen und war damit dann um ca. 1000 Kronen reichermoney-mouth.

Am Montag sind wir dann mit dem Bus nach Prag, wo wir wauf alle anderen Freiwilligen trafen. Mit einem weiteren Bus fuhren wir in die Berge und waren gegen Abend in Herlikovice angekommen. Dies ist ein altes Dorf in dem viele Sudetendeutsche lebten. Jetzt kümmert sich der Verein "Přátelé Herlíkovic" um die Erhaltung des Dorfes. Dort kamen dann wir ins Spiel. Da beteiligten wir uns in der vergangenen Woche. Gemeinsam mit einigen Tschechen arbeiteten wir in verschiedenen Workshops in dem Dorf in der "deutsch-tschechischen" Woche.

Da viele Workshops sich mit Kunst beschäftigten und Phillip und ich nicht wirklich motiviert waren zu Malen, entschieden wir uns in den ersten Tagen bei der Renovierung der Kirche zu helfen. Also haben wir zwei Tage lang Fenster abgeschliffen, repariert und neu lakiert. Nach zwei Tagen waren dann alle Fenster der Kirche erneuert.

Nach getaner Arbiet belohnte uns Honza, ein Mitarbeiter von dem Verein, am Abend mit einem Ausflug zur Elbe. Zu siebt sind wir dann mit seinem Auto zur Elbe gefahren und stellten uns auf eine kurze kleine Baderunde ein. Letztendlich war es nicht ganz so kalt wie erwartet und wir hatten super viel Spaß gemeinsam in der Elbe.

Gegen Ende der Woche hatte ich dann die Möglichkeit mit an der Motorsäge zu arbeiten. Ich arbeitete einen Tag mit Martin, der die ganze Woche mit seiner Motorsäge Kunstwerke schaffte.

Unter seiner Anleitung schafften wir es zwei Skulpturen zu kreieren. Er zeigte mir verschiedene Techniken, die ich dann mal besser oder schlechter Anwenden konnte. Nach der zweiten Skulptur schmerze dann mein Unterarm zu sehr und ich musste Aufhören. Es war wirklich spannend und hat auch viel Spaß gemacht mit Martin da zu arbeiten, allerdings ist das nicht wirklich meine Arbeitlaughing. Aber die Skulpturen sind doch ganz schön gewordentongue-out.

Da das Wetter die ganze Woche sehr launisch war, war es nicht sicher ob wir am Samstag wandern gehen konnten oder nicht. Da aber alle wollten, war das Wetter dann nur noch zweitrangig und wir sind am Samstag nach dem Frühstück los. Unser Ziel war die Elbquelle, zu der es ca 19 Kilometer waren. Der erste Teil war geprägt von viel Wind. Mittags sind wir dann in eine kleine Wirtschaft eingekehrt, in der es für alle eine heiße Suppe gab, wobei die wärme wichtiger war, weil die Suppeleider nicht wirklich gut war. Nach dieser Stärkung sind wir dann weiter und es bildeten sich ein paar Gruppen nach dem jeweiligen Tempo. Kurz vor der zweiten Raststätte holte uns der Platzregen ein und ich war sehr froh, dass ich mir noch ein Regencape ausgeliehen hatte. Ziemlich Nass ist dann der Großteil den restlichen Weg zur Elbequelle gegangen.

Da alle nun Nass waren und der Wind nicht weniger wurde sind wir schnell weiter und in den letzten Teil der Wanderung. Da mir die Gruppe etwas zu langsam war und ich vermutete, dass der Regen nochmal zurück kommen würde bin ich schnell an der Gruppe vorbei und bin mit etwas Tempo den Berg wieder runter gelaufen. Da Katja die selbe Vermutung hatte, schloss sie sich mir an und wir liefen gemeinsam die letzten 7 Kilometer. Kurz bevor wir in der letzten Wirtschaft ankamen, von wo der Bus uns zurück bringen sollte, erwischte uns der Regen das letzte Mal. Nach kurzer Überlegung, ob wir uns unterstellen wollen, wurde einstimmig Entschieden: "Nein, dass wird dann nur noch schlimmer". Also sind wir trotz Regen weiter und trafen in der Kneipe wieder auf Martin, der noch schneller war als wir. Nach 20 Minuten warten und einem weiteren Regenschauer, den wir zum Glück unter einem Schirm verbrachten, traf auch der Rest ein und wir fuhren Nass, kalt und Müde zurück. 

Nach einer heißen Dusche zum aufwärmen und dem Abendessen, klang das Seminar mit einem typischen ASF Spiel aus. Wir Spielten die ganze Zeit Werwolf.

Am nächsten Tag stand dann der Abschied an und irgendwie wurde allen bewusst, dass man sich nur noch einmal in dieser Konstellation sehen würde. Mir wurde sehr bewusst, dass es jetzt gegen Ende zu geht. Auch während dem Seminar habe ich nochmal mit allen irgendwie geredet, weil es einfach nicht mehr viele Möglichkeiten geben wird. Es sind nur noch zwei Monate...

Mit diesem Gedanken und einem vollen Auto begann wieder eine lange Heimfahrt.

19Juni
2017

Familienwochenende!!

Das letzte große familiäre Highlight meines Jahres stand am Wochenende an. Nach meinen beiden Heimat besuchen an Weihnachten und Ostern und unserem Dallas Urlaub, war jetzt unser alljährliches Familien Wochenende. Dieses Jahr im schönen, abgelegenen Velké Popovice. Dies ist eine Gemeinde in der nähe von Prag, die aber trotzdem sehr Ländlich ist. Am Mittwoch war großer Reisetag. Team München 1, bestehend aus Flo und Isi, holten Team Brno, bestehend aus mir, am Prager Hauptbahnhof ab und wir waren dann die Ersten an der Wohnung. Team München 2, Mama und Papa, traf kurz nach uns ein und Team Stuttgart, welches Koni und Sophia bildeten, kamen Staugeplagt als letztes. Nach einem netten Grillabend ging es auf Grund der Reisestrapatzen ins Bett.

 

Der folgende Tag war geprägt von sportlichen Aktivitäten. Zu erst ein bisschen Football gefolgt von ganz viel Tischtennis und zum Abschluss auch noch ein bisschen Volleyball. Besonders unsere Tischtennisspiele werden in die Geschichte eingehen, weil Mama bei jeder Runde Rundlauf mit dabei war und sich sehr gut schlug und sogar einmal die Krone an sich risslaughing! Am Abend wurde dann noch auf Mama und Papa in musikalischer Form angestoßen. 

Am Freitag fuhren wir in der Früh nach Lidice. Dort ist eine NS-Gedenkstätte, in der auch ein ASF-Freiwilliger arbeitete und uns eine Führung gab. Nach einem Anschlag in Prag auf Reinhard Heydrichs wurde das Dorf Lidice komplett dem Erdboden gleichgemacht. Fast alle Bewohner überlebten den Krieg nicht. Die Männer wurden alle erschossen und die Frauen und Kinder kamen jeweils in verschiedene KZ's und starben dort. Die Gedenkstätte ist aber sehr schön gemacht und zeigt einen Teil der deutschen Verbrechen, die nicht so präsent sind. Der restliche Tag wurde dann auch wieder zu Hause verbracht, weil wir ganz schön platt waren nach diesen Eindrücken. Am Abend fand dann noch ein Highlight der Tage statt. Im vorraus überlegte sich jeder von uns ein Lied, dessen Lyrics er/sie dann tänzerisch darstellen sollte. Also gab es eine kleine Bühne und jeder ausgestattet mit Kopfhörern fing an zu tanzen. Da das Puplikum die Lieder nicht hören konnte sah es wirklich immer sehr lustig auslaughing. Am Ende waren "Ding" und "Augenbling" von Seeed, "Our House" von Madness, "Losing my Religion", "Das Model", "99 Luftballons" und "Wie schön, dass du geboren bist getanzt und fast alles erraten. Somit endete dieser Tag mit viel gelächter und eine neue Familientradition wurde geboren.

Bevor es am Sonntag wieder nach Hause ging, sind wir am Samstag erst noch nach Prag. Dort war es aber so voll, dass keiner von uns wirklich diesen Besuch genießen konnte. Wir sind die typische Tour für Touristen gegangen. Über den Wenzelsplatz zum Altstädterring und zur Kalrsbrücke. Dort waren dann so viele Leute, dass Flo und ich uns ein Fotobombduell lieferten. Dabei ging es darum wer es schafft auf mehr Fotos von Fremden Touristen zu kommenlaughing. Zum Abschluss sind wir noch zur Pragerburg, aber da war dann eine so lange Schlange, dass wir in einen Park flohen. Nach einem luxuriösen Abendessen sind wir dann wieder zurück in die Wohnung und ließen den Abend mit Spielen ausklingen.

Nach diesen schönen Tagen bin ich dann abermals mit gemischten Gefühlen zurück gefahren. Alle fuhren in den Westen und ich fuhr zurück nach Brno. Gerade während dem Tag in Prag hatte ich dieses Gefühl. Am Sonntag war das dann aber wirklich wieder so gut wie verflogen und ich fuhr mit einem sehr guten Gefühl zurück in den Ostensmile.

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